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3 1/2 windiges großes Horn in E

aus Kupfer, 1699 William Bull, London (French Horn)


Das Horn ist so alt wie die Menschheit. Lange bevor Assyrer, Etrusker, Kelten und Germanen die ersten Rohre aus Metall und Ton zum Klingen brachten, haben deren Vorfahren aus Hörnern getrunken und sich mit Hörnern gerufen.

Die Kunst, Metallhörner herzustellen und darauf zu blasen wurde im späten Mittelalter neu entdeckt. Um 1700 hatte die reitende Jagd in Frankreich und England mehrwindige Kupfer- und Messinghörner in Gebrauch, die kurze Zeit später auch im Orchester verwendet wurden. Seit 300 Jahren hat sich diese Form des Parforcehorns bei den Reitern und Jägern Mitteleuropas weitgehend unverändert erhalten.

Im deutschen Sprachraum hat sich das zweieinhalbfach gewundene Parforcehorn in der Grundstimmung Es durchgesetzt. Der Tonumfang umfaßt etwa 12 Töne der natürlichen Obertonreihe. Damit stehen auf dem ventillosen Naturhorn nicht alle Intervalle einer diatonischen Tonleiter zur Verfügung. Auch stimmen in der Naturtonreihe aus physikalischen Gründen nicht alle Töne ganz sauber.

Trompe Daufine

Frankreich 1710, 2 1/2 windig in C

Um dennoch harmonisch zu blasen, werden die falsch klingenden Töne durch Einführen der Hand in den Schalltrichter korrigiert. So können auch Halbtöne geblasen werden, die dem Naturhorn weitere musikalische Möglichkeiten und den Wechsel in verwandte Tonarten erschließen.

Das Ensemble musica antiqua da caccia hat sich der Aufgabe gewidmet, die umfangreiche Naturhorn-Literatur aus drei Jahrhunderten mit historischen Hörnern für verwöhnte Ohren in Kirchen und Konzertsälen zur Aufführung zu bringen.


2010, Dr. Michael Welsch, Ensemble musica antiqua da caccia